Visitenkarten-Test: Moo gegen Flyeralarm

Sind die nicht hübsch? Endlich habe ich es geschafft, mir Visitenkarten zu erstellen. Eigentlich wollte ich keine Visitenkarten bei Moo ordern. Der Anbieter ist bei Bloggern inzwischen sehr beliebt. Seit fast zwei Jahren bestelle ich dort die Visitenkarten für das Geschäft meiner Eltern. Alle, die kein Photoshop haben und/oder keine Mediengestalter sind, finden hier ansprechende Vorlagen, die man schnell und unkompliziert umgestalten kann. Allerdings hat das natürlich auch seinen Preis. Visitenkarten von Moo sind oft mehr als doppelt so teuer als „herkömmliche“ Visitenkarten.

Darum habe ich einen Text gemacht: Moo gegen Flyeralarm. Warum? Ich brauchte zum einen Visitenkarten für mein Business (im Sommer habe ich nebenberuflich eine Agentur gegründet), zum anderen für das Stadtblogozin. Das Budget hierfür: Mini-mini. Die Idee zu Beginn war es, beides miteinander zu vereinen und jeweils die Vorder- und Rückseite für die Präsentation zu nutzen. Es stellte sich dann aber sehr schnell heraus, dass das nicht umsetzbar ist. Denn auf so einem kleinen Stück Papier müssen ganz schön viele Informationen untergebracht werden.

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Welche Informationen müssen auf einer Visitenkarte stehen?

Je nach Adressat und Verwendungszweck gehören unterschiedliche Informationen auf eine Visitenkarte. Ich habe eine kleine Checkliste mit den wichtigsten Punkten erstellt.

imageUnd nett aussehen soll das Ganze ja auch. Entschieden habe ich mich für Flyeralarm aufgrund des Preises und für Moo nach der Erfahrung mit Flyeralarm, weil ich ehrlich gesagt einfach genervt von dem komplizierten Handling und den Einschränkungen im Design war, aber lest selbst: Hier sind die Erfahrungswerte aus meinem Test.

Flyeralarm: Kampf mit der Software

Bei Flyeralarm gibt es die Möglichkeiten, selbst designte Vorlagen hochzuladen oder eine hauseigene Software zu nutzen. Mangels Designkenntnisse habe ich mich für die Software entschieden. Und weil ich dachte, es geht schneller. Pustekuchen. Verabschiedet euch am besten schon mal von der Vorstellung, den Punkt Visitenkarten könne man „schnell“ von der To-Do-Liste streichen. Bei mir ging es mit der einfachen Tatsache los, dass ich als Mac-User mit Safari mit dem falschen Browser unterwegs war. Nach einem Telefonat mit dem Support war klar, dass es sich um eine Betaversion handelt und die Gestaltungssoftware am besten mit Google Chrome läuft. Den Hinweis der Servicemitarbeiterin, ich sollte am besten nicht drahtlos ins Internet gehen, sondern lieber über Kabel (hä?), habe ich höflicherweise ignoriert.

Visitenkarte Flyeralarm

Es gibt eine Vielzahl von nach Branchen sortierten Vorlagen, die man leicht verändern kann. Meist ist man in den Schriftarten und in der Farbauswahl beschränkt und kann nur zwischen zwei Schriftarten wählen. Darum ist es ratsam, sich mehrere Design auszusuchen und zu schauen, welches einem am besten gefällt. Ich habe mich für dieses Layout entschieden.

Mit dem Ergebnis bin ich trotz des sehr langen Design-Kampfes sehr zufrieden. Die Papierqualität (Standard) ist sehr gut, nicht zu dünn und sieht wertig aus. Gekostet haben mich 250 Stück rund 25 Euro. Ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Der Druck ging fix, nach gerade mal drei Tagen lagen die Visitenkarten auf meinem Tisch. Extras wie abgerundete Ecken sind auch bei Flyeralarm für einen kleinen Aufpreis möglich.

Fazit Flyeralarm: Empfehlenswert, wenn man noch kein Corporate Design hat und sich von Vorlagen inspierieren lassen möchte. Oder aber bereits ein fertiges Visitenkarten-Layout hat, dass man nur noch hochladen muss.

Moo: Die Quadratkünstler

Das Handling bei Moo ist denkbar einfach: Entweder wählt man eine Blanko-Vorlage aus oder ein fertiges Design und passt es nach seinen Wünschen an. Nach der Erfahrung mit Flyeralarm habe ich für die Vorderseite kurzerhand ein eigenes Design mit der iPad-App Rhonna erstellt. Das Blumenbild ist im Sommer auf meinem Balkon entstanden und zeigt Edelgeranien in der Nahaufnahme.

Tipp: Vergesst nicht den Maßstab und die Größe eurer Visitenkarte! Am Bildschirm sieht alles immer etwas größer aus. Bei mir ist beispielsweise der Kreis in der rechten unteren Ecke ein wenig zu klein und die Schrift zu zart geraten. Am Bildschirm war alles sehr gut lesbar. Das ist nicht tragisch, aber für die zukünftige Neuauflage werde ich diesen Teil des Bildes anpassen.

Die Rückseite habe ich auf der Grundlage eines Blankos erstellt. Hier sollte man auch darauf achten, dass alles mittig sitzt. Wenn man mal genau hinsieht, ist mir das nicht ganz gelungen. Aber ganz ehrlich? Das stört mich eigentlich nicht. Nobody is perfect.

Kommen wir zu den harten Fakten: Die Quadratkarten (übrigens in der Variante glänzend) haben mich um die 50 bis 60 Euro gekostet. Für dieses besondere Format habe ich mich entschieden, weil die Mini Cards und die Karten mit den abgerundeten Ecken inzwischen so oft durch meine Hände gewandert sind und sie für mich so langsam ihren exklusiven Status verlieren.

Fazit Moo: Sehr empfehlenswert, sehr gute Qualität, exklusive Formate, aber auch sehr teuer.

Ihren großen Auftritt haben meine Visitenkarten gleich heute: Während ich diesen Artikel schreibe, sitze ich im Zug nach Hamburg, wo ich auf 14 weitere wunderbare Bloggerladies stoße. Gemeinsam haben wir uns für den Roombeez-Workhsop qualifiziert, bei dem ihr neulich so fleißig für mich abgestimmt habt! Vielen Dank, ohne euch wäre diese Reise nicht möglich gewesen!

Wie gefallen euch meine neuen Business- und Blog-Begleiter? Habt ihr auch schon Visitenkarten für euren Blog? Wie sind eure Erfahrungen?

Update 6.1.2015: Seit Januar heißt das Stadtblogozin „Lieblings“.

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Als Journalistin liebe ich es, Geschichten zu erzählen. Auf meinem Blog vereine ich diese Leidenschaft mit meinem Interesse für Interior und einer Prise Neugier. Auf Lieblings ♥ zeige ich alles, was mein Herz vor Freude aus dem Tritt bringt.
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Comments

    • Constanze
    • 18. September 2014
    Antworten

    Ich finde es ehrlich gesagt sehr schade (hat sicher auch damit zu tun, dass ich aus der Branche bin), dass Druckprodukte am besten nichts mehr kosten dürfen. Für seine eigenen Leistungen möchte man Geld verdienen. Und zwar angemessenes. Druckern und Mediengestaltern scheint man das aber wohl nicht mehr zuzugestehen.
    Gerade individualisierte Printprodukte, wie Visitenkarten, Briefbogen etc. hinterlassen einen ganz anderen Eindruck als die, die billigst als Massen-Vorlage angeboten werden.
    Nichts für ungut, aber vielleicht denkt man einfach mal drüner nach, wie diese Dumping Preise bei Flyeralarm und Co zustande kommen 😉
    Grüße Constanze (Mediengestalterin ohne Großverdienst)

    1. Antworten

      Hallo Constanze,

      danke für deine Meinung. Dass Dienstleistungen am besten nichts kosten sollten, erlebe ich selbst auch immer wieder in meinem Alltag. Der Knackpunkt in dieser Thematik ist aber, dass viele Blogger eben kein Geld mit ihrem Blog verdienen, sondern ihn als Hobby betreiben. Da gibt es dann leider gar kein Budget für eine professionelle Gestaltung. Dieser Artikel möchte Alternativen auch für den kleinen Geldbeutel aufzeigen.

      Viele Grüße!

    • Rudolf
    • 16. September 2014
    Antworten

    Ich habe den Service von Flyeralarm auch einmal getestet. Das hat super geklappt. Auch für einen Design-Anfänger wie mich. Leider war die Auswahl an Produkten aber etwas dürftig. Durch Zufall bin ich dann auf flinq.de gestoßen. Selber Komfort, größere Auswahl und ein kompetenter Kundenservice. Volle Empfehlung! Ich bestelle seitdem alle meine Sachen dort.
    Moo habe ich noch nicht getestet.

    1. Antworten

      Danke für den Tipp, den Anbieter kannte ich bislang noch nicht und schaue ihn mir mal an.
      Viele Grüsse!

  1. Ich habe zwar in meinem ganzen Leben noch nie eine Visitenkarten gebraucht … aber wer weiß? Vielleicht sollte ich mir doch mal welche machen. Der Preis von Flyeralarm ist ja wirklich super. Ich schätze, dann würde ich die mal testen. Danke für deinen Erfahrungsbericht!

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